Achtzehn deutsche Städte hat Tschaikowsky in den Jahren 1861-1893 besucht: AACHEN 1887, BAYREUTH 1876, BERLIN 1861-1893, BRESLAU 1873, DRESDEN 1873 und 1889, FRANKFURT am Main 1889, HAMBURG 1861, 1887/88, 1889, 1891, 1892 und 1893, HANNOVER 1889, KÖLN 1873, 1887 und 1889, LEIPZIG 1887/88, 1888 und 1889, LINDAU 1884, LÜBECK 1887/88, MAGDEBURG 1888, MANNHEIM 1870, MÜNCHEN 1870, 1876 und 1884, NÜRNBERG 1876, SODEN (Bad Soden) und WIESBADEN 1870. Besonders oft hielt er sich, auch auf der Durchreise von Petersburg nach Paris, in Berlin auf (25 mal in achtzehn Jahren). In sechs der genannten deutschen Städte trat Tschaikowsky während seiner beiden großen europäischen Konzerttourneen 1887/88 und 1889 als Dirigent eigener Werke auf: in BERLIN (1888 und 1889), DRESDEN (1889), FRANKFURT am Main (1889), HAMBURG (1888 und 1889), KÖLN (1889) und LEIPZIG (1887/88). Hamburg besuchte er sechsmal (ebenfalls zwischen 1861 und 1893); hier residierte sein  Verleger Daniel Rahter, traf er Hans von Bülow, Johannes Brahms u.a. bekannte Musiker und Musikschriftsteller, hier wurden unter der Leitung von Gustav Mahler zwei seiner Opern, "Eugen Onegin" und "Jolanthe", in Anwesenheit des Komponisten aufgeführt. Deutsche Musik hat Tschaikowsky seit seinen Petersburger Studienjahren studiert und immer wieder in seinen Musikfeuilletons besprochen. Zahlreich sind seine Äußerungen etwa zu Mozart, Beethoven, Schumann und Wagner. Deutsche Verlage und Musiker spielen schon zu seinen Lebzeiten eine bedeutende Rolle für die Rezeption von Tschaikowskys Musik außerhalb seines Heimatlandes. Und in Deutschland gab es 1952-1975 die erste wichtige Pflegestätte seines Werkes außerhalb Russlands: das Tschaikowsky-Studio in Hamburg. Siehe dazu im einzelnen: "Tschaikowsky und Deutschland" und "Das ehemalige Tschaikowsky-Studio".